Constanze Krehl: Alle Regionen Europas fördern!

„Auch nach 2013 müssen wir alle Regionen der EU mit den Mitteln der EU-Strukturpolitik unterstützen!“ Dies stellte die Europaabgeordnete Constanze Krehl im Rahmen einer Veranstaltung der Landesvertretung Sachsen-Anhalt zu „Bilanz und Perspektiven des Strukturfondseinsatzes in Deutschland“ klar. Zwar liege der Schwerpunkt der Kohäsionspolitik natürlich bei den ärmsten Regionen, aber auch in wirtschaftlich starken Ländern gäbe es Regionen mit Problemen, die der Förderung bedürften, erklärte Constanze Krehl. Stärker als bisher müsse allerdings die Förderwürdigkeit der von der EU unterstützten Projekte überprüft werden. Krehls Ansatz, alle Regionen Europas zu unterstützen, wird ebenfalls von Dr. Johannes Hahn, dem EU-Kommissar für Regionalpolitik, vertreten. In seiner Rede zur Eröffnung der Konferenz sprach er sich dafür aus, ärmere und reichere Regionen finanziell unterschiedlich auszustatten. Er kritisierte, dass die Inanspruchnahme von EU-Strukturfondsmitteln vor Ort nicht hinreichend sichtbar gemacht würde und appellierte an die Zuhörerschaft aus hochrangigen deutschen Politkern, in den Heimatregionen die Wichtigkeit der Kohäsionspolitik immer wieder zu unterstreichen. Dabei konnte er sich auf zwei Studien stützen, deren Präsentation der Konferenz ihren Rahmen gab. In den Untersuchungen wurde die Bedeutung der EU-Kohäsionspolitik für die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland unterstrichen. Ohne die EU-Fördermittel würde insbesondere die ostdeutsche Wirtschaft weit hinter dem heutigen Stand zurückliegen.

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