Constanze Krehl fordert anlässlich des Besuchs von EU-Agrarkommissar Dacian Cioloș in Mitteldeutschland Sonderregelung für ostdeutsche Agrargenossenschaften

Anlässlich des Besuchs von EU-Agrarkommissar Dacian Cioloș in Mitteldeutschland am morgigen Montag erklärt die sächsische Europaabgeordnete Constanze Krehl: „In den neuen Reformvorschlägen zur zukünftigen Agrarpolitik wird eine Einführung von Obergrenzen für Direktzahlungen gefordert. Sie sollen den Weg zu einem wettbewerbsfähigeren europäischen Agrarsektor ebnen und unsere Landwirtschaft für den Weltmarkt öffnen. Die Kommission möchte den landwirtschaftlichen Großbetrieben in Zukunft mehr Eigenständigkeit abverlangen. Das Geld soll in der nächsten Förderperiode vermehrt kleineren Betrieben sowie der Förderung von Forschung und Innovation in der Landwirtschaft zu Gute kommen. Die ostdeutschen Agrargenossenschaften werden in den jetzigen Planungen der Kommission aber nicht genügend berücksichtigt, weil dieses Modell in Europa sonst wenig verbreitet ist. Auf dem Papier wirken Agrargenossenschaften aufgrund ihrer Fläche wie Großbetriebe und sind deswegen von Mittelkürzungen bedroht. Daher ist es wichtig, dass wir gemeinsam für die Form der Agrargenossenschaft und ihre wichtige Rolle als Arbeitgeber im ländlichen Raum werben. Ich fordere Kommissar Cioloș daher auf, in den Reformvorschlägen eine Sonderregelung zu finden, die der Situation der ostdeutschen Agrargenossenschaften gerecht wird.“

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