Constanze Krehl: „Jährliche Fahrzeugkontrolle wäre unnötige Überregulierung“

Dienstag: EU-Parlament lehnt Pflicht zur jährlichen Fahrzeugkontrolle ab Die sächsische Europaabgeordnete Constanze Krehl (SPD) erteilt der von der EU-Kommission angestrebten jährlichen technischen Kontrolle von Kraftfahrzeugen eine Absage. Die EU-Kommission wollte eine jährliche Inspektion der Fahrzeuge ab dem siebten Jahr oder ab einem Kilometerstand von 160.000 km zur Pflicht machen. Das Europäische Parlament hat diese Vorschläge am heutigen Dienstag abgelehnt. „Mit der Ablehnung im Europaparlament gibt es für die Menschen in Deutschland keine Änderung bei den Inspektionen. Jährliche Kontrollen wären eine unnötige Überregulierung gewesen. Für die Sicherheit auf unseren Straßen sind einheitliche Regeln und Standards zur Fahrzeughauptüberprüfung in ganz Europa unerlässlich. Doch dabei muss das richtige Maß angewandt werden. Der Zwei-Jahres-Turnus für die Inspektionen in Deutschland reicht vollkommen aus. Es gibt keine Belege, dass die Verkehrssicherheit durch jährliche Kontrollen erhöht wird. Sicher wären aber enorme bürokratische und finanzielle Belastungen für die Fahrzeughalter“, erklärt Constanze Krehl. Zusätzlich wurde die regelmäßige Verkehrssicherheitsprüfung von Motorrädern beschlossen. Bislang ist diese nur in jedem zweiten Mitgliedstaat verpflichtend, darunter auch in Deutschland. Das Parlament hat nun einer verbindlichen Inspektion von Zweirädern zugestimmt. „Die Aufnahme von Motorrädern in den Anwendungsbereich der Verordnung ist eine vernünftige Entscheidung. Motorradfahrer sind die am meisten gefährdeten Verkehrsteilnehmer. Technische Mängel an ihren Fahrzeugen sind eine häufige Unfallursache“, so Constanze Krehl.

Mehr
Facebook
YouTube
INSTAGRAM
SOCIALICON