Europa auf dem Weg zur Energieunion

Die schönste Nachricht der vergangenen Woche: das Pariser Klimaabkommen. Europa ist zwar einer der größten CO2-Produzenten, nimmt jedoch weltweit eine Vorreiterrolle bei der Reduzierung der Treibhausgasemissionen ein. Um letztere Position halten zu können, bedarf es einer europaweiten Energiewende.

Die Entwicklung eines gemeinsamen europäischen Marktes für Energie steckt momentan noch in den Kinderschuhen. Viele EU-Mitgliedsstaaten verwenden ihre eigenen technischen Systeme und die rechtliche Situation des Energiemarktes unterscheidet sich von Land zu Land. Die Europäische Union importiert fast die Hälfte ihres Energiebedarfs aus teilweise unzuverlässigen Quellen, wodurch EU-Länder gegeneinander ausgespielt werden.

Der Vorschlag der Europäischen Kommission besagt nun durch Investitionen in eine grenzübergreifende Infrastruktur die Voraussetzungen für eine Energieunion zu schaffen. Auf diesem Wege wird Energieunternehmen der Wettbewerb in der EU erleichtert.

Im kommenden Jahr werden die entscheidenden Weichen für die europäische Energieunion gestellt. Grundsätzlich unterstütze ich die Kommissionsvorschläge. Als Mitglied des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie sehe ich es als meine Hauptaufgabe mich dafür einzusetzen, dass Energie auch in Zukunft bezahlbar bleibt. Auch dank der Arbeit der sozialdemokratischen Fraktion besitzt dieses Ziel in einem Initiativbericht des Europäischen Parlaments vom 15. Dezember eine hohe Priorität. Mit Hinblick auf das Pariser Klimaabkommen müssen wir jetzt auf erneuerbare Energien setzen und unseren Stromverbrauch weiter reduzieren. Wir fordern deshalb verbindliche Klimaziele über das Jahr 2020 hinaus bis zum Jahr 2030.

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