Aktuelles

EU-Abgeordnete lehnen jährlichen Sicherheitstest für alte Autos ab - Leipziger Volkszeitung

Mittwoch, 3. Juli 2013

lvz-logo.gifIn der EU wird es auch künftig keine obligatorische jährliche Sicherheitsüberprüfung von mehr als sechs Jahre alten Autos geben. Das Europaparlament lehnte gestern in Straßburg einen Vorschlag der EU-Kommission ab. (...) "Mit der Ablehnung im Europaparlament gibt es für die Menschen in Deutschland keine Änderung bei den Inspektionen. Jährliche Kontrollen wären eine unnötige Überregulierung gewesen", erklärte gestern die sächsische Europaabgeordnete Constanze Krehl (SPD). (...)

Constanze Krehl: "Jährliche Fahrzeugkontrolle wäre unnötige Überregulierung“

Dienstag, 2. Juli 2013

Constanze KrehlDienstag: EU-Parlament lehnt Pflicht zur jährlichen Fahrzeugkontrolle ab

Die sächsische Europaabgeordnete Constanze Krehl (SPD) erteilt der von der EU-Kommission angestrebten jährlichen technischen Kontrolle von Kraftfahrzeugen eine Absage.

Die EU-Kommission wollte eine jährliche Inspektion der Fahrzeuge ab dem siebten Jahr oder ab einem Kilometerstand von 160.000 km zur Pflicht machen. Das Europäische Parlament hat diese Vorschläge am heutigen Dienstag abgelehnt.

„Mit der Ablehnung im Europaparlament gibt es für die Menschen in Deutschland keine Änderung bei den Inspektionen. Jährliche Kontrollen wären eine unnötige Überregulierung gewesen. Für die Sicherheit auf unseren Straßen sind einheitliche Regeln und Standards zur Fahrzeughauptüberprüfung in ganz Europa unerlässlich. Doch dabei muss das richtige Maß angewandt werden. Der Zwei-Jahres-Turnus für die Inspektionen in Deutschland reicht vollkommen aus. Es gibt keine Belege, dass die Verkehrssicherheit durch jährliche Kontrollen erhöht wird. Sicher wären aber enorme bürokratische und finanzielle Belastungen für die Fahrzeughalter“, erklärt Constanze Krehl.

Zusätzlich wurde die regelmäßige Verkehrssicherheitsprüfung von Motorrädern beschlossen. Bislang ist diese nur in jedem zweiten Mitgliedstaat verpflichtend, darunter auch in Deutschland. Das Parlament hat nun einer verbindlichen Inspektion von Zweirädern zugestimmt.

"Die Aufnahme von Motorrädern in den Anwendungsbereich der Verordnung ist eine vernünftige Entscheidung. Motorradfahrer sind die am meisten gefährdeten Verkehrsteilnehmer. Technische Mängel an ihren Fahrzeugen sind eine häufige Unfallursache“, so Constanze Krehl.

Politische Einigung auf EU-Haushalt für 2014-2020

Montag, 1. Juli 2013

euro.bmpIn der vorigen Woche haben sich das Europäische Parlament und die EU-Staaten politisch auf den Finanzrahmen für den EU-Haushalt der Jahre 2014 bis 2020 geeinigt. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sprach von einem "guten Abschluss" für Europa und seine Bürger/innen. Parlamentspräsident Martin Schulz sagte, es sei "kein einfach Kompromiss", er sei aber optimistisch im Europaparlament eine Mehrheit darüf zu bekommen.  "Schlüsselelement für das Parlament sei die Garantie, dass für die sieben Jahre tatsächlich 908 Milliarden Euro uneingeschänkt für Ausgaben zur Verfügung stehen.

Um die in den nächsten Jahren zur Verfügung stehenden Mittel der EU-Haushalte bestmöglich zu nutzen, sieht der Finanzrahmen sehr flexible Mechanismen vor. Er enthält eine Klausel über eine verbindliche Revision im Jahr 2016, die parallel zu einer Überprüfung der Eigenmittel (die Finanzierung des EU-Haushalts) erfolgen soll. Durch die Verbesserung des Solidaritätsfonds soll erreicht werden, dass er besser auf Naturkatastrophen reagieren kann, und die neue Beschäftigungsinitiative für Jugendliche soll 2014 und 2015 verstärkt mit Mitteln ausgestattet werden.

Das Statement von Kommissionspräsident Barroso finden Sie hier

Mehr Informationen zum Haushalt in englischer Sprache hier

Preise für Internet-Surfen im Ausland gesenkt

Montag, 1. Juli 2013

handy3.jpgPünktlich zu Beginn der Urlaubszeit senkt die Europäische Union die Preise bei Handy-Telefonaten und mobiler Internetnutzung im europäischen Ausland. Dank der EU-Roamingverordnung werden die Preisobergrenzen um 36 Prozent herabgesetzt. Die Kosten für  das Herunterladen von Daten oder das Surfen im Internet innerhalb der EU betragen künftig 45 Cent (ohne MwSt) pro Megabyte statt bisher 70 Cent.

Auch das Telefonieren im EU-Roamingtarif wird nochmals günstiger: Der Höchstpreis für einen ausgehenden Roaminganruf wird von 29 auf 24 Cent pro Minute gesenkt, und für einen eingehenden Anruf dürfen statt 8 Cent nur noch 7 Cent pro Minute verlangt werden. Eine SMS darf maximal 8 Cent kosten. 

Informationen und Preistabelle finden Sie hier.

Ausschluss des Wassersektors von der EU-Konzessionsrichtlinie

Donnerstag, 27. Juni 2013

Wasser.jpgDer Kampf ums Wasser hat sich gelohnt. Der Widerstand der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament und von Bürgerbewegungen, wie der Europäischen Bürgerinitiative "rigtht2water", hat dazu geführt, dass die Kommission den Ausschluss des Wassersektors von der EU-Konzessionsrichtlinie erklärt hat. 1,5 Millionen Menschen haben die Petition zum Thema Wasser unterzeichnet und somit gemeinsam mit den Sozialdemokraten im EP die Kommission zum Einlenken bewegen können.

Die Wasserversorgung wird somit in öffentlicher Hand bleiben und damit ein hohes Maß an Qualität und Bezahlbarkeit gesichert.

Cohesion Policy reform

Freitag, 21. Juni 2013

ep_500px_jpg_logo.jpgCohesion Policy reform: Progress in many areas but no final agreement - MEPs go ahead with July committee vote

REGI Regional policy − 21-06-2013 - 11:26

After 10 months of intense negotiations between Parliament, Council and Commission, many chapters have been closed but a final agreement on some of the most important elements of the new Cohesion Policy is still outstanding. Regional Policy MEPs followed the proposal of the lead EP negotiators Lambert van Nistelrooij and Constanze Krehl and will press ahead to take a vote on the revised draft reports concerning the legislative package for the reform at the 10-11 July REGI committee meeting.

"We press forward to reach a first reading agreement. The regulation for the new Structural and Investment funds (€ 325 billion) affects more targeted and output orientated support schemes for green growth and jobs. Smart Specialisation will be introduced as one of the preconditions for funding", said Lambert van Nistelrooij (EPP, NL), co-rapporteur on the key "Common Provisions" regulation (CPR).

"That we were able to successfully close a majority of chapters shows our willingness to speed up with the negotiations and to come to a final conclusion soon. The vote on the revised draft reports is an important step, as it gives certainty for those implementing Cohesion Policy in the regions. Now we are looking forward to continue the negotiations with the Lithuanian Presidency and hope for prompt and satisfying conclusions", added co-rapporteur Constanze Krehl (S&D, DE), also in charge of the CPR file.

Parliament's success in improving the new Cohesion Policy rules

The inter-institutional negotiations have already led to concrete progress. The co-rapporteurs have underlined that the negotiations had brought good outcomes so far and that the Parliament's negotiating team has improved the draft legislation texts on a number of issues.

As of yesterday, there is agreement with the Council on the following thematic blocks: Strategic Programming, Territorial Development, Monitoring and Evaluation, Eligibility, Information and Communication, Management and Control , Revenue Generation Operations and Public Private Projects, Major Projects and Technical Assistance.

Parliament has, for example, introduced more flexibility in the rules for "multi-fund"-programmes, it has strengthened the preparation of "partnership agreements" between member states and the Commission with regards to stronger involvement of local and regional stakeholders and introduced a Code of Conduct on Partnership.

Key issues still under discussion

However, the co-rapporteurs also mentioned that there are still a number of highly political and technical aspects under negotiation. Very complicated ones among the remaining issues are especially the performance reserve and the macro-economic conditionality.

An investment policy particularly important in times of crisis

The EU Cohesion Policy is a major investment policy in times of the economic crisis. It represents roughly a third of the EU budget. The European Parliament is co-legislator for the first time in this domain thanks to the rules introduced by the Lisbon Treaty.

Since September 2012, negotiators from the Parliament and the Council, together with the Commission, have had many meetings (more than 50 on the CPR file alone) in order to find compromises in areas where their positions differ. The Cohesion Policy is being renewed in line with the multiannual financial framework for the EU for 2014-2020.

Negotiations with the Council and the Commission on remaining issues concerning the "Common Provisions" regulation, which sets the regulatory framework for the European Structural Investment Funds (ERDF, Cohesion Fund, ESF, EARDF, EMFF), will continue, while discussions on some of the fund-specific regulations (concerning the European Regional Development Fund, the Cohesion Fund, the European Territorial Cooperation), as well as on the European Grouping of Territorial Cooperation (EGTC), have come to an end. These five draft reports have been presented at the REGI meeting on 19 June and will be put to the vote on 10 July.

"EURES" - EU hilft bei der Jobsuche

Dienstag, 18. Juni 2013

eureslogo.jpgÜber das europäische Portal "EURES" finden Arbeitssuchende aller Altergruppen leicht und schnell Informationen über Stellen- und Ausbildungsangebote in Europa. 850 EURES-Mitarbeiter informieren über freie Stellen in 31 europäischen Ländern und Wissenswertes zum Theme Leben und Arbeiten in einem anderen Land.

Eine von vielen Initiativen für mehr Beschäftigung junger Europäer ist das Pilot-Projekt "Dein erster EURES-Job" Hier werden Jugendliche bei ihrer Suche nach einem Arbeitsplatz und Unternehmen bei der Anwerbung junger Arbeitnehmer aus ganz Europa unterstützt. Teilnehmen können alle jungen Menschen zwischen 18 und 30 Jahren, die in einem EU-Mitgliedstaat leben.

Welche Berufe in welchen Ländern besonders gefragt sein, zeigen das Informationssystem "Monitor für offene Stellen in Europa" und das Bulletin "Berufliche Mobilität, welche von der Kommission veröffentlicht werden.  

"Dein erster EURES-Job" finden Sie hier sowie die Seiten von EURES, "Chancen für junge Menschen", Monitor für offene Stellen sowie einen Überblick über die EU-Initiativen zur Ausbildung und Arbeit für junge Menschen.

EU-Hotline 116 000 für vermisste Kinder

Dienstag, 18. Juni 2013

vermisst.jpgAm "Internationalen Tag der vermissten Kinder" hat die EU-Kommission erneut auf die EU-Hotline 116 000 hingewiesen. Die Hotline, die inzwischen in 23 Mitgliedsländern gültig ist, steht sowohl Eltern als auch Kindern zur Verfügung. Hier können Eltern ein Kind als vermisst melden. Aber auch Kinder und Jugendliche, die z.B. von zu Hause augerissen sind und nicht mehr weiter wissen, finden hier Hilfe und Ansprechpartner. 

Kommissionsvizerpäsidentin Viviane Reding, zuständig für Justiz, erklärte: "Da Familien und Kinder mehr und mehr innerhalb der Europäischen Union reisen, benötigen wir Telefonnummern, die jeder kennt und die die gleichen sind, egal ob man sie zu Hause oder aus dem Urlaub benutzt, von Finnland bis Griechenland."

Wichtiger Hinweis: Die Hotline für vermisste Kinder ersetzt nicht den polizeilichen Notruf unter der 110 oder den Euronotruf under der 112. 

Die vollständige Pressemeldung finden Sie hier.

Auf die deutsche Seite der Initiative vermisste Kinder kommen Sie hier.

Access City Awards 2014

Donnerstag, 6. Juni 2013

Die Europäische Kommission hat am 22.05.2013 mit den
Nominierungen für die vierte Ausgabe des "AccessEU-Flagge IV.jpg City Awards", des europäischen Preises für barrierefreie Städte, begonnen. Mit diesem jährlich verliehenen Preis will die EU jene Städte ehren und präsentieren, die beispielhafte Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen in grundlegenen Bereichen des städtischen Lebens ergreifen. Dabei sollen die erfolgreichsten Initiativen hervorgehoben werden, durch die Menschen mit Behinderungen vollumfänglich am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Der Preis ist Teil der umfangreichen Bestrebungen der EU, ein barrierefreies Europa zu schaffen. Wachsende Barrierefreiheit bietet des Städten dauerhaft wirtschaftliche und soziale Vorteile, insbesondere angesichts der demographischen Entwicklung. 

Städte mit mindestens 50.000 Einwohnern können bis zum 10. September 2013 ihre Bewerbung zum Access City Award 2014 bei der Europäischen Kommission einreichen.

Teilnahme unter: http://ec.europa.eu/justice/access-city

Der Verein Bürger Europas e.v. koordiniert diesen Preis im Auftrag der EU in Deutschland. Kontakt: Koordinierungsbüro Deutschland, Martina Michalski
Tel: +49 30 247 249 04
Emai: germany@accesscityaward.eu

"Abwanderung von Unternehmen in Grenzgebieten verhindern!"

Donnerstag, 30. Mai 2013

Constanze KrehlUnternehmen siedeln sich dort an, wo sie unternehmerisch erfolgreich sein können. Neben gut ausgebildeten Fachkräften, Zugang zu Märkten und anderen Faktoren sind auch Beihilfen entscheidend. Gerade in Grenzregionen sind damit aber große Schwierigkeiten verbunden: Wenn sich ein Unternehmen etwa im deutsch-tschechischen Grenzgebiet ansiedeln will, kann es nach den Plänen der EU-Kommission auf tschechischer Seite künftig mit deutlich höheren Beihilfen rechnen als auf deutscher Seite. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat der Regionalausschuss des Europäischen Parlaments am Donnerstag einen Initiativbericht verabschiedet, und gleichzeitig den zuständigen EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia zur Aussprache in den Ausschuss geladen.

Die SPD-Europaabgeordnete Constanze Krehl, Sprecherin der sozialdemokratischen Fraktion im Regionalausschuss, erläutert: "Der Wettbewerb der Regionen sollte nicht zu stark durch unterschiedliche Fördermöglichkeiten verzerrt werden. Ja: Schwächere Regionen brauchen stärkere Förderung. Aber gerade in Grenzregionen kann das zu erheblichen Problemen führen. Wir dürfen nicht vergessen, dass ganz Europa wettbewerbsfähig werden muss!"

Ihre SPD-Kollegin im Regionalausschuss Kerstin Westphal ergänzt: "Besonders große Schwierigkeiten bekommen die ostbayerischen Grenzgebiete, da sie künftig komplett aus der Förderung herausfallen. Deswegen fordere ich für diese Sonder-Situation eine Sonder-Regelung, um einseitige Wettbewerbsverzerrungen für Unterneh­men zu verhindern." Gemeinsam mit Abgeordneten anderer Fraktionen hat Kerstin Westphal daher einen 'Sondergebietsplafond' gefordert. Die EU-Kommission zeigt aber bislang kein Entgegenkommen. Es sei daher erfreulich, dass mit dem Ausschuss-Votum nun ein klares Signal an die Brüsseler Behörde gesendet werde.

Constanze Krehl weiter: "Ich begrüße den Ansatz der EU-Kommission, stärkere Beihilfen insbesondere im Forschungsbereich und bei Umweltprojekten zu genehmigen." Allerdings kritisieren die beiden Sozialdemokratinnen das Verbot der Förderung von Großunternehmen. Die SPD-Regionalpolitikerinnen betonen: "Großunternehmen sind Arbeitgeber, und sie haben dutzende Zulieferer, oftmals kleinere regionale Unternehmen. Es geht nicht darum, Großkonzerne mit öffentlichen Geldern zu füttern. Aber um eine Abwanderung von Jobs zu verhindern und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, sollte die Kommission über diesen Punkt noch einmal nachdenken und in engen Grenzen die Förderung von Großunternehmen zulassen."

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