„Jugendarbeitslosigkeit endlich wirksam bekämpfen“

Constanze Krehl fordert „Europäische Jugendgarantie“ Die sächsische Europaabgeordnete Constanze Krehl fordert die EU-Länder auf, Jugendlichen Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu garantieren. Ein entsprechender Antrag soll am Mittwoch bei der Plenarsitzung des Europäischen Parlaments in Straßburg beschlossen werden. Bereits am Montag wurde der Antrag im Parlament diskutiert. Er sieht vor, dass sich die Mitgliedsstaaten verpflichten, jedem Jugendlichen innerhalb von vier Monaten nach Abschluss seiner Ausbildung oder nach Verlust des Arbeitsplatzes einen Beschäftigungs-, Ausbildungs- oder Weiterbildungsplatz anzubieten. „Wir Sozialdemokraten fordern die Europäische Jugendgarantie schon seit Monaten. Ich denke, unsere Überzeugungsarbeit war erfolgreich und gehe von einer breiten Mehrheit für diesen Antrag aus“, zeigt sich Constanze Krehl optimistisch. In Europa sind derzeit 5,5 Millionen Jugendliche ohne Arbeit oder Ausbildungsplatz. Im jüngsten Sozialbericht der Europäischen Kommission von vergangener Woche wird deutlich, dass Armut und Reichtum in Europa sehr ungleich verteilt sind. „Im Süden Europas ist eine ganze Generation besonders hart von Arbeitslosigkeit betroffen. Wir verlieren diese Jugendlichen, wenn wir nicht dringend Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen“, fürchtet Constanze Krehl. „Die Zeit für Sonntagsreden ist vorbei. Die Sozialminister der Mitgliedsstaaten können unserer Initiative bereits bei ihrer Frühjahrstagung am 13. Februar zustimmen, um die Jugendlichen möglichst schnell in Beschäftigung zu bringen.“ Die Internationale Arbeitsorganisation schätzt die Kosten für die Jugendgarantie in der Eurozone auf rund 21 Milliarden Euro. „Für die Versorgung arbeitsloser Jugendlicher müssen über 100 Milliarden Euro ausgegeben werden. Die Jugendgarantie ist also eine sinnvolle Investition“, so Constanze Krehl abschließend.

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