„Keine ‚Frauenquote light’!“ SPD-Europaabgeordnete appellieren an EU-Kommission

In ihrer Delegationssitzung haben die SPD-Abgeordneten im Europäischen Parlament ihre Forderung nach einer verbindlichen Quote bekräftigt und damit ein eindeutiges Zeichen für Chancengleichheit bei der Besetzung von Spitzenpositionen in der Wirtschaft gefordert. “Nächste Woche muss die EU-Kommission endlich den Weg für eine verbindliche Frauenquote freimachen”, betonen die SPD-Europaabgeordneten Constanze Krehl und Kerstin Westphal. Denn am kommenden Mittwoch wird EU-Kommissarin Viviane Reding voraussichtlich einen zweiten Anlauf unternehmen, verbindliche Frauenquoten in börsennotierten Unternehmen festzuschreiben. Dabei hat sie die Unterstützung der SPD-Europaabgeordneten. Constanze Krehl, frauenpolitische Sprecherin der SPD-Europaabgeordneten, betont: “Die EU-Kommission hat jahrelang den Kopf in den Sand gesteckt. Jetzt wagt sich Frau Reding endlich nach vorne. Wir appellieren an die übrigen 26 Kommissarinnen und Kommissare, ihre Kollegin nicht hängen zu lassen!” Die Möglichkeit, die Justizkommissarin werde einen abgeschwächten Vorschlag unterbreiten, der keine Sanktionen bei Nicht-Erreichung des Quotenziels vorsieht, hält Kerstin Westphal für unwahrscheinlich: “Diesen Fehler sollte Frau Reding nicht machen. Eine ‚Frauenquote light’ lehnen wir ab! Modelle wie die Flexiquote oder eine freiwillige Selbstverpflichtung reichen nicht aus, und wären nach den vielen Ankündigungen der letzten Monate eine Enttäuschung.” Aus Sicht der SPD-Europaabgeordneten sind schon die Vorschläge, die Frau Reding ursprünglich bereits Ende Oktober vorstellen wollte, keineswegs überambitioniert. Abschließend betonen Constanze Krehl und Kerstin Westphal: “Auch der Widerstand einiger Mitgliedstaaten darf nicht darüber hinwegtäuschen: Wir brauchen die Quote und müssen weiter gegen die gläsernen Decken kämpfen. Das Europaparlament und die Frauen Europas schauen gespannt auf den nächsten Mittwoch.”

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