Kurzes Aufatmen fürs Klima

Für unser Klima gibt es keinen Plan B. Unter diesem Motto kamen in den vergangenen zwei Wochen Verhandlungsführer aus fast 200 Staaten in Paris zusammen. Auch das Europäische Parlament war mit einer Delegation vertreten. Das gemeinsame Ziel: sich auf ein über 2020 hinaus gültiges, internationales Abkommen über den Klimaschutz zu einigen.

Und das haben sie auch geschafft. Nahezu alle Staaten haben sich in einem gemeinsamen Abkommen zum notwendigen Klimaschutz bekannt. Damit ist der Rahmen für das gemeinsame Handeln der kommenden Jahre und Jahrzehnte geschaffen. So konnte etwa eine Einigung erzielt werden, die Erderwärmung auf 1,5 bis maximal 2 Grad zu begrenzen. Emissionsarmen und klimafreundlichen Technologien gehört dabei die Zukunft.

Dennoch kann der Vertragstext nicht alle Erwartungen erfüllen. Ein klares, langfristiges Ziel zum Ausstieg aus fossilen Energien und dem Abbau von Treibhausgasen wird im Abkommen nicht deutlich. Die wichtige Frage der Finanzzusagen für die Zeit nach 2020 wurde in die Zukunft verschoben. Das ist enttäuschend.

Im Rückblick auf die Erfahrungen der Klimaverhandlungen der vergangenen zwei Jahrzehnte ist das Pariser Abkommen dennoch ein bedeutender Fortschritt, der nun in weitere internationale, europäische und nationale Anstrengungen zum Klimaschutz münden muss.

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