Meiningen – Besuch bei EU-geförderten Projekten

Die Steigerung der Nachhaltigkeit, die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und die Überwindung der strukturellen Schwächen gehören zu den zentralen Anliegen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). In der Förderperiode 2014-2020 hat Thüringen rund 1,165 Milliarden Euro aus dem EFRE erhalten.
Gemeinsam mit Carsten Feller (Staatssekretär des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft), Janine Merz (MdL Thüringen), Peggy Greiser (Landrätin Schmalkalden-Meiningen) sowie Fabian Giesder (Oberbürgermeister der Stadt Meiningen), habe ich am 25. März 2022 zwei EFRE-geförderte Projekte in Meiningen besucht, um mich über die Erfahrungen bei der Beantragung und Abrufung der EFRE-Mittel zu Mittelbeantragung und -abrufung auszutauschen.

Der erste Besuch fand bei der Meininger Busbetriebs GmBH statt. Durch die Förderung konnte dort die Ladeinfrastruktur für Elektrobusse ausgebaut werden. Weitere Mittel fließen in die Wartung und Reparatur der Busse. Bisher sind vor Ort drei Elektrobusse in Betrieb. Durch die teilweise sehr engen Straßenverhältnisse in der historischen Stadt sind dabei besonders kompakte Busse angeschafft worden.
Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es nur einen Hersteller von Bussen dieser Art und die Hersteller von Bussen in üblichem Format reagieren kaum auf Ausschreibungen mit vergleichsweise kleinem Volumen wie sie in Meiningen nötig wären. Hier muss künftig mehr mit den Anbietern gearbeitet werden, damit die klimafreundliche Verkehrswende auch in der Breite ankommt. Dem Projekt sind 964.500 Euro zugeflossen.


Unsere Zweite Station war die Werbefabrik GmbH. Das seit über 15 Jahren aktive Unternehmen bietet Dienstleistungen entlang aller Stationen der Werbung. 
Durch die Förderung der EU war es dem Unternehmen möglich eine spezielle Lackieranlange anzuschaffen, mit der Glasdrucke in Großformat möglich sind. Diese Produkte sind sehr gefragt und werden unter anderem in OP Sälen oder in Küchen eingesetzt. Zum Zeitpunkt der Anschaffung war die Nachfrage kaum einschätzbar, weil es sich um ein weitgehend neues Produkt handelt.
Die Gelder aus dem EFRE Fond ermöglichen auch eine regionale Herstellung und eine einfache und sichere Nachvollziehbarkeit bei der Einhaltung von Umweltstandards. Bei importierten Gütern ist dies oftmals nur mit größeren Herausforderungen möglich. Für das Vorhaben hat das Unternehmen knapp 140.000 Euro an Fördermitteln erhalten.

In meiner Position als Politikerin für Regionalpolitik ist es immer eine besondere Freude zu sehen, dass die bereitgestellten Mittel vor Ort sinnvoll und nachhaltig verwendet werden. Ich habe mich immer für einen Förderansatz eingesetzt, bei dem die Gelder auch eine Breitenwirkung erzielen. Neben einzelnen Leuchtturmprojekten ist es aus mehreren Gründen sinnvoll auch ländliche Räume und Projekte mit kleinerem Förderumfang in den Blick zu nehmen. Zum einen wird die EU so ihrer Ambition gerecht alle Bürgerinnen und Bürger gleich im Blick zu behalten und nicht nur für Wenige Politik zu machen. Damit gehen aber auch eine Reihe weiterer Vorteile einher, wie die Stärkung regionaler Wirtschaftszentren abseits der Großstädte.  

 

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