Pressemitteilung: Constanze Krehl und Liane Deicke: Frauenquote für die Privatwirtschaft ist nötig

Die Europaabgeordnete Constanze Krehl und die Landtagsabgeordnete Liane Deicke sprechen sich für eine Frauenquote in der Privatwirtschaft aus. „Aus Brüssel hat sich die schwarz-gelbe Bundesregierung letztes Jahr mehrmals eine Rüge anhören müssen. Wenn es um soziale Gerechtigkeit und Fortschritt für Frauen geht, liegt Deutschland leider immer auf den letzten Plätzen“, kritisiert die sächsische Europaabgeordnete Constanze Krehl. „Wir fordern deshalb ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft, wie es das seit 2003 mit großem Erfolg in Norwegen gibt“, ergänzt die Landtagsabgeordnete Liane Deicke, die gleichzeitig Vorsitzende der sächsischen SPD-Frauen ist. Die Abgeordnete kritisieren die Forderung von Bundesministerin Schröder nach einer flexiblen Quote als nicht weitgehend genug. „’Wasch mich, aber mach mich nicht nass‘ ist das Motto dieses Vorstoßes. Wir brauchen aber wirksame Vorschriften, um die Beteiligung weiblicher Führungskräfte auch gegen Widerstände in männerdominierten Gremien durchzusetzen“, so Krehl. „Dass Frauen 100 Jahre nach dem ersten Internationalen Frauentag immer noch weniger verdienen als Männer und schlechtere Chancen zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verwirklichung haben, schreit nach verbindlichen Regelungen, um den Frauenanteil in Führungspositionen zu steigern. Von der Exzellenz der Frauen profitiert auch die Wirtschaft“, erklärt Deicke. Die EU-Kommission will einen größeren Anteil von Frauen in Führungspositionen durchsetzen. Kommissarin Viviane Reding berät sich dazu am 1. März mit 15 Vorstandschefs großer Unternehmen. Wenn deren freiwilligen Vorhaben nicht überzeugen, will Reding Vorgaben auf EU-Ebene machen, um den Frauenanteil bis 2015 auf 30 Prozent und bis 2020 auf 40 Prozent zu steigern. EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier unterstützt ebenfalls die Frauenquote.

Mehr
Facebook
YouTube
INSTAGRAM
SOCIALICON