Pressemitteilung: Equal Pay Day am 21.03.14: “Die Politik muss tätig werden”

Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern weiter bei 22 Prozent /  SPD-Abgeordnete Kolbe und Krehl fordern Gesetz zur geschlechtergerechten Entlohnung Anlässlich der gestern vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zur Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern erklären die Europaabgeordnete Constanze Krehl und die Bundestagsabgeordnete Daniela Kolbe (beide SPD): “Frauen verdienen in Deutschland nach wie vor 22 Prozent weniger als Männer. Es ist ernüchternd, dass sich hier seit Jahren nichts tut”, erklärt Constanze Krehl, frauenpolitische Sprecherin der SPD-Abgeordneten im Europäischen Parlament. “Deutschland bleibt damit im europäischen Vergleich eines der Schlusslichter. Andere Länder machen uns vor, wie es gehen kann: mit gesetzlichen Regelungen zur Entgeltgleichheit, einer umfassenden Kinderbetreuung und Quoten für Führungspositionen”, so Krehl weiter. „Für geschlechtergerechte Entlohnung braucht es endlich ein Gesetz. Offensichtlich reichen die bestehenden rechtlichen Bestimmungen nicht aus, um Diskriminierungen auf dem Arbeitsmarkt zu beseitigen. Wir müssen deswegen mit einem neuen Gesetz Transparenz über die Entgeltfindung in den Betrieben herstellen und Verfahren formulieren, damit Frauen für ihre Arbeit den Lohn bekommen, den sie verdienen“, fordert Daniela Kolbe, Vorsitzende der SPD-Landesgruppe Ost im Bundestag. “Der Koalitionsvertrag von Union und SPD sagt der Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern ganz klar den Kampf an. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten setzen uns nun mit aller Kraft dafür ein, dass die darin vereinbarten Vorhaben zügig umgesetzt werden”, so Kolbe abschließend. Bei einer Lohnlücke von 22 Prozent fällt der Equal Pay Day in diesem Jahr erneut auf den 21. März. Der internationale Aktionstag für die Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern wird seit 2008 in Deutschland begangen. Er markiert symbolisch den Zeitraum, den Frauen durchschnittlich über das Jahresende hinaus länger arbeiten müssten, um das Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu bekommen.

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