Pressemitteilung: Leipziger SPD-Abgeordnete rufen zur Teilnahme an Protesten gegen LEGIDA am 12. Januar auf

Die selbsternannte Bürgerbewegung „LEGIDA“ ruft für Montag, 12. Januar 2015 zu einem „Spaziergang“ im Leipziger Waldstraßenviertel auf. Dagegen hat sich frühzeitig ein breiter Protest formiert. Dazu erklären die Leipziger SPD-Abgeordneten Constanze Krehl (MdEP), Daniela Kolbe (MdB), Holger Mann (MdL) und Dirk Panter (MdL): „Leipzig ist eine weltoffene und tolerante Stadt, in der kein Platz ist für die rassistischen und menschenfeindlichen Forderungen aus den Reihen der LEGIDA. Ausdruck dessen ist der breite Gegenprotest, der sich aus den verschiedensten Bereichen unserer Stadtgesellschaft heraus gebildet hat. In der Bevölkerung durch populistische Meinungsmache Ängste vor dem vermeintlich Fremden zu schüren, ist falsch. Eine Grenze ist überschritten, wenn die Menschen, die zu uns kommen, in ihren Grundrechten beschnitten werden sollen. Stattdessen sollten wir die Asylsuchenden in unserer Stadt willkommen heißen und frühzeitig das Gespräch mit den Anwohner(-inne)n suchen, um eine gute Nachbarschaft zu erreichen. Auch wir werden unsere Stimme gegen LEGIDA und für ein weltoffenes Leipzig erheben. Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich am kommenden Montag an den Demonstrationen gegen LEGIDA zu beteiligen.“ Hintergrund: Das Positionspapier der Initiative „Leipziger gegen die Islamisierung des Abendlandes“ offenbart deren gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, insbesondere gegenüber Muslim(-inn)en. Aktuell rechnet das Ordnungsamt mit ca. 6000 Teilnehmer(-inne)n seitens LEGIDA, die im Bereich Sportforum/Waldstraßenviertel ab 18.30 Uhr „spazieren“ gehen werden. Dem gegenüber steht eine hohe Zahl an Gegenprotesten, die sich aus verschiedenen Teilen der Stadt zum Waldplatz begeben und um 18 Uhr zu einer Kundgebung zusammenfinden wird.

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